Orthomolekulare Medizin

„Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit verantwortlich sind”. Linus Pauling (1901 – 1995), amerikanische Chemiker, zweifacher Nobelpreisträger, war davon überzeugt, dass die Einnahme großer Mengen an bestimmten Vitaminen die Gesundheit erhalten und Krankheiten verhüten könne.

Der menschliche Körper benötigt eine regelmäßige und lückenlose Zufuhr von Vitalstoffen um optimal funktionieren zu können. Alle wichtigen Mikronährstoffe müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Doch unsere Nahrungsmittel enthalten nicht mehr genügend Mikronährstoffe. Ein wesentlicher Grund ist die industrielle Herstellung, Zubereitung und Lagerung, bei der Mikronährstoffe verlorengehen. Ein solcher Verlust kann bis zu 75% und mehr betragen.

Andererseits ist der Bedarf an Mikronährstoffen deutlich erhöht und kann häufig mit der normalen Ernährung nicht mehr gedeckt werden. Grund dafür sind die geänderten Lebensgewohnheiten verbunden mit Stress, Zeitmangel, Leistungsdruck, falscher Ernährung oder auch die Belastung mit Umweltschadstoffen. Aber auch in vielen Lebenssituationen (z.B. Schwangerschaft, Wechseljahre), bei vielen Krankheiten verbunden mit der Einnahme von Medikamenten oder einfach im Alter ist der Bedarf an Mikronährstoffen deutlich erhöht.

Hier setzt die orthomolekulare Ernährungsmedizin an:

Die orthomolekulare Medizin setzt Substanzen wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Sekundäre Pflanzenstoffe, Aminosäuren (Eiweißbausteine) oder Fettsäuren (z.B. Omega-3-Fettsäuren) ein, um die Gesundheit zu erhalten oder Beschwerden und Erkrankungen zu lindern. Hinzu kommen vitaminähnliche Stoffe (z.B. Carnitin, Coenzym Q10, Alpha-Liponsäure) und sekundäre Pflanzenstoffe (Bioflavonoide u. ä.). Es handelt sich dabei um Stoffe, die von Natur aus unabdingbar in unseren Organismus gehören und die uns gesund erhalten.

Einen Mangel an Nährstoffen kann man ausgleichen.
Aber: Wenn Vitalstoffe substituiert werden, ist es wichtig dem Körper die “richtigen” Mikronährstoffe in der richtigen Kombination und Menge zuzuführen.